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07
2019
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Callcenter

Top-Secret: Ziele

Nur wer sein Ziel kennt, findet den Weg. – Wer jedoch sein Potential kennt, braucht sich nicht auf die Suche nach dem Weg begeben.

Warum die Differenzierung zwischen Ziel und Potential ein essenzieller Erfolgsfaktor ist

Was bedeutet eigentlich Potentialorientierung?

Unternehmen streben danach, vorgegebene Ziele bis zu einem festgelegten Zeitpunkt zu erfüllen. Diese Werte werden bis zum wertschöpfenden Glied, dem Mitarbeiter, berechnet und fest kommuniziert. Was sich der Mitarbeiter individuell zutraut und wie er sich dorthin entwickeln möchte, ist dabei irrelevant. Differenzierungen finden auf Basis von Wochenstunden und Skills statt, jedoch nicht auf Basis von Motivation und dem Potential sich weiterzuentwickeln.

In unserem Prozess wird eine klare Trennlinie gezogen zwischen Zielen und Potentialen. Das Wort „Ziel“ wird aus den Gesprächen zwischen Führungskraft und Mitarbeiter verbannt, da es dem Mitarbeiter Grenzen setzt, die er ansonsten überschreiten würde. Beim Besprechen von Potentialen wird umso mehr der Fokus auf die eigene Einschätzung gelegt, da Entwicklung nur durch eigenes Streben und Verantwortung geschehen kann.

Wie sieht dies in der Praxis aus?

Nach erfolgreicher Umsetzung unseres Prozesses hat sich eine Führungskraft dazu entschlossen, die vom Unternehmen jährlich vorgegebenen Ziele nicht an das Team zu kommunizieren. Jeder Mitarbeiter erhielt die Möglichkeit seine eigenen Potentiale einzuschätzen und auf diese zu steuern. Somit wurde der Fokus nicht wie gehabt vom Unternehmen vorgegeben, sondern vom Mitarbeiter selbst, was die Erreichung seiner eigenen Potentialen betrifft.

Das Ergebnis überraschte alle Teilnehmer: Zunächst haben die Mitarbeiter ein Gesamt-Potential festgelegt, das 152 % über dem Zielwert lag. Am Ende des Jahres erreichte das Team dann eine Stückzahl, die 266,67 % über dem Zielwert lag. Sie haben also nicht nur das Ziel locker übertroffen, sondern sogar ihre eigenen Potentiale.

Dieser Effekt ist das beste Beispiel dafür, dass Streben in eine bestimmte Richtung durchaus ein „Ziel“ benötigt, dieses aber nicht auf den individuellen Mitarbeiter begrenzt und vorgegeben werden darf. Es ist kein Geheimnis, dass Ziele angepasst werden sobald realisierbar ist, dass mehr möglich ist. Wenn sich jedoch der Mitarbeiter seine Potentiale selbst erarbeitet und dorthin strebt, ist dahinter eine Motivation die nicht nur wirksam und erfolgsversprechend ist, sondern auch nachhaltig ist.

Potentiale liegen nie unter dem Zielwert. Wenn sich ein Mitarbeiter weniger zutraut, als das was von dem Arbeitgeber verlangt wird, besteht auf einer anderen Ebene Bedarf. Somit ist die Zielerreichung bereits sichergestellt, wenn eine Führungskraft mit Potentialen arbeitet.

Wir implementieren eine Unternehmenskultur, die sich keine Grenzen für den Erfolg setzen lässt, sondern lassen jedes Glied in der Kette des Erfolgs selbst entscheiden wie erfolgreich es sein möchte.

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